DPD Sendungsverfolgung

Das Logistikunternehmen mit dem ikonischen roten Paket als Logo bietet Transportdienstleistungen für Privatkunden und Geschäftskunden an. Das Aufgeben von Paketen ist per Abgabe in einem der Paketshops oder per Abholung möglich. Der Versand von Shop zu Shop ist nur innerhalb Deutschlands möglich, alle anderen Dienstleistungen werden europaweit oder sogar weltweit angeboten. Zum Leistungsumfang des Paketdienstes gehört selbstverständlich auch die Sendungsverfolgung. Was Kunden zur Sendungsverfolgung der DPD wissen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Im Überblick: der DPD-Paketdienst

Bis 2006 waren die Buchstaben DPD tatsächlich das Kürzel für Deutscher Paket Dienst. Inzwischen ist der Sitz des Unternehmens allerdings Frankreich. Der französische Paketdienst arbeitet international und ist in Deutschland nach DHL, Hermes und UPS der viertgrößte Paketdienstleister. Allein die DPD Deutschland GmbH transportiert 375 Millionen Pakete jährlich. Private Versender können die Pakete wahlweise in einem der 7000 Paketshops aufgeben oder bei sich zu Hause abholen lassen. Eine weitere Alternative sind die ParcelLock Paketkästen, die vorwiegend an Bahnhöfen positioniert sind oder privat installiert werden können.

Die Preise des Anbieters beginnen bei 4,00 Euro für ein kleines Paket. Das maximale Gewicht der privaten Pakete bei Aufgabe im Shop darf 20kg nicht überschreiten (max. Länge: 100cm), bei der Abholung sind bis zu 31,5kg möglich (max. Länge: 175cm). Alle Paket haben automatisch eine Sendungsverfolgung. Das Versenden von Briefen wird von DPD nicht angeboten.

Was ist eine Sendungsverfolgung?

Alle KEP-Dienste in Deutschland bieten für ihre Pakete eine Sendungsverfolgung an. Dazu wird bei Aufgabe des Pakets jeder Sendung eine individuelle Identifikationsnummer (ID) zugeordnet. Diese Nummer – meist in einem Barcode - kann im Verlauf des Transportes jederzeit elektronisch ausgelesen werden. Entweder automatisch an einer Station oder per Handgerät.
Das erste Einlesen erfolgt bereits bei der Aufgabe der Sendung. An jeder weiteren Station, beispielsweise einem Logistiklager, werden sowohl Ankunft als auch Weitertransport registriert. Ebenso das Verladen in ein Zustell- oder Transportfahrzeug. Schlussendlich wird auch die Ankunft des Pakets beim Empfänger elektronisch dokumentiert und damit bestätigt.
Dieses Dokumentieren des Transportweges – auch Tracking oder Tracing genannt - kann online vom Kunden nachverfolgt werden, oftmals sogar live. Das gilt für Privatkunden, ist aber ebenfalls im Geschäftskundenbereich üblich. Hier kommt oftmals noch hinzu, dass bestimmte Lieferfristen vereinbart wurden, deren Einhaltung ebenfalls durch das Tracking überwacht wird.

Die Sendungsverfolgung bei DPD

Die DPD-Sendungsverfolgung funktioniert grundsätzlich wie oben beschrieben. Die Kombination von Zustellbenachrichtigung und Live-Tracking nennt sich bei DPD Predict (englisch: vorhersagen). Dies beinhaltet, dass am Liefertag ein einstündiges Zustellfenster genannt wird, in dem das Paket angeliefert wird. Praktisch, wenn man beispielsweise noch einen Einkauf timen möchte. Kurz vor der Zustellung wird dieses Fenster auf 30 Minuten genau. Das Live-Tracking allerdings bezieht sich lediglich auf den Zustelltag, dass heißt das minutengenaue Verfolgen der Lieferung ist erst möglich, wenn sich das Paket im Zustellfahrzeug befindet. Davor – also von der Abholung bis zur Beladung am Liefertag – ist die Sendungsverfolgung nicht live.
Falls der Empfänger kurzfristig doch nicht zu Hause ist, kann in der Sendungsverfolgung das Paket außerdem umgeleitet werden, beispielsweise in einen Paketshop, wo es dann abgeholt werden muss. Ebenfalls möglich ist vorab ein „Abstell-Okay“ zu geben, dann wird das Paket auf dem eigenen Grundstück abgelegt, zum Beispiel in der Garage. Die Abgabe beim Nachbarn ist natürlich ebenso möglich.

Die Sendungsverfolgung von DPD findet Nutzer hier auf der Webseite. Oben gibt es ein Eingabefenster für die Sendungsnummer. Diese Nummer erhalten Versender beim Aufgeben des Pakets. Haben Sie etwas im Onlinehandel bestellt, wird Ihnen meist eine E-Mail zugesendet, in der entweder ein direkter Link zu Sendungsverfolgung integriert ist oder die Sendungsnummer genannt wird.

Die DPD-App

Alle diese Funktionen finden sich auch in der App von DPD. Praktisch: im Gegensatz zur Onlineabfrage muss die Sendungsnummer in der App nur einmal eingegeben werden und ab da an werden Empfänger und Absender durchgehend per Push-Nachricht über Veränderungen im Sendungsstatus informiert. Auch das Umleiten einer Sendung oder die Erteilung des Abstell-Okays ist über die App ebenfalls möglich.

Für Absender ist außerdem interessant, dass das Aufgeben eines Pakets über die App ebenfalls möglich ist. Den Paketschein erhält der Kunde dann als PDF oder mobil. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass derart vorab „präparierte“ Pakete ein günstigeres Porto haben.
Aufgrund der Übersichtlichkeit und Designs wurde die DPD-App sogar 2016 und 2018 mit einem Preis ausgezeichnet.

Wer häufiger Pakete mit verschiedenen Diensten versendet oder empfängt kann alternativ allerdings auch eine App nutzen, die verschiedene Anbieter integriert, zumindest für die Sendungsverfolgung.

Vorteile der Sendungsverfolgung mit DPD

Die Vorteile der Sendungsverfolgung im schnellen Überblick:

Was tun, wenn ein Paket nicht ankommt?

Das Risiko, das Pakete den Empfänger nicht erreichen ist durch das Tracking heute viel geringer als noch vor einigen Jahren. Dennoch kommt es immer wieder mal vor, dass ein Paket vom Band fällt oder der Paketbote schlicht die Lieferadresse nicht findet. Spätestens wenn nach 5-7 Tage in der Sendungsverfolgung keine Fortschritte mehr angezeigt werden oder das Paket scheinbar tagelang „umherkutschiert“ wird, sollte man Kontakt zum Kundenservice aufnehmen und nach dem Verbleib des Paketes fragen.

Am einfachsten funktioniert das über das – etwas versteckte – Kontaktformular auf der Webseite von DPD. Etwas darunter findet sich die E-Mail-Adresse des Anbieters und zusätzlich bietet DPD auch die Möglichkeit per Telefon Kontakt aufzunehmen.
Die Nummer dafür lautet: 01806 373200.
Leider ist der telefonische Kundensupport nicht ganz kostenlos (0,20 Euro pro Anruf), vor allem vom Smartphone aus (0,60 Euro pro Anruf). Erreichbar ist der Support Mo-Fr von 7-19 Uhr und am Samstag von 9-14 Uhr.

Schlimmstenfalls muss beim Kundenservice eine Nachverfolgung in die Wege geleitet werden, dafür ist in der Regel aber der Absender des Paketes zuständig.
Sollte das Paket trotz allen Nachforschens nicht wieder auffindbar sein, sind die Pakete bei DPD natürlich versichert.
Aber Achtung: zwar beträgt die Versicherungssumme normalerweise 520 Euro, bei einer Zustellung zu einem Paketshop oder einer Retoure allerdings nur 265 Euro. Eine freiwillige Höherversicherung ist bei einer Sendung zwischen Paketshops ebenfalls nicht möglich, in allen anderen Fällen aber schon.